Prof. Sabine Brunswicker, Research Center for Open Digital Innovation

Keynote: Open for Openness: It is the Only Choice
Plenum: 10:15 Uhr


Topics like “open source”, “open data”, “open access”, and “open innovation” are booming. They have become central to the discussions among policy makers, managers, and academics about the organization of technology development, science, and innovation. In the software industry, open source software (OSS) – once the domain of hackers and tinkerers – has become mainstream. New industrial open source software communities have become a standard. Sponsored-firm developers of OSS software vendors, OSS software customers participate in open source software communities along with individual independent developers and volunteers in order to advance important technological areas such as cloud computing or big data analytics. In governments, “open data” has become a driver of a more transparent process of policy making that allows citizens participating in policy dialogue. Open data has also become an important source for digital innovations, such as interactive mash-ups and web-applications.  However, the movement towards greater “openness” has moved beyond software and has become an important part of innovation, development, and even consumption in important areas such as healthcare, energy, and transportation.

This talk discusses new developments in the age of open and digital innovation and discuss their implications for firms, governments, and also individuals. It will particularly highlight the role of digital technologies in an open ‘organization’ of innovation, development and also consumption in societally important areas. Further, it will also discuss both the opportunities and also the challenges of ‘openness’ for firms, citizens, scientists, and also policy makers. The talk will conclude with a call for new educational programs that prepare students for a future of openness.  

Prof. Sabine Brunswicker is an internationally recognized innovation researcher with a particular focus on open and digital innovation. She is an Associate Professor of Innovation and Director of the Research Center for Open Digital Innovation (RCODI) at Purdue University, USA. She is also a Professor at ESADE Business School, Spain and Adjunct Professor at the School of Information Systems, Queensland University of Technology, Australia. When joining Purdue University, she founded the Research Center for Open Digital Innovation (RCODI) the engages in interdisciplinary research to increase our society’s innovation productivity.

Dr. Holger Schmidt. Chefkorrespondent Focus Magazin

Keynote: "Wirtschaft 4.0" (Download)
Plenum: 11:00 Uhr

Die digitale Transformation bedeutet weit mehr als digitale Fabriken. Technischer Fortschritt in der künstlichen Intelligenz, der Robotik, im 3D-Druck oder dem Internet der Dinge beeinflusst große Teile der Wirtschaft. Selbstfahrende Autos, vollautonome Versicherungen oder Roboter, die Produktion aus Asien nach Deutschland zurückholen, greifen tief in unsere Wirtschaftsstruktur ein. Die große Frage lautet: Was muss Deutschland als führende Industrienation tun, um eine ebenso wichtige Rolle in der digitalen Ökonomie zu spielen.

Dr. Holger Schmidt beschäftigt sich seit zwei Jahrzehnten mit der Digitalisierung der Wirtschaft. Zuerst 14 Jahre als Wirtschaftsredakteur der FAZ, seit 2012 als Chefkorrespondent für das Magazin Focus in Berlin. Sein Blog "Netzökonom" gehört zu dem meistgelesenen Publikationen der digitalen Wirtschaft in Deutschland. Er lehrt "Digitale Transformation" an der Technischen Universität Darmstadt und "Medienökonomie" an der Hamburg Media School.

Prof. Christiane Riedel, Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe

Abschluss-Keynote: Digitale Innovation - Innovationen im Digitalen (Download)
Plenum: 17:15 Uhr


Prof. Christiane Riedel studierte Kunstgeschichte, Architekturgeschichte und Literaturwissenschaften
mit Schwerpunkt auf der Kunst des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart.

Nach ihrem Studium begann sie 1992 als Geschäftsführerin des Deutschen Werkbunds Baden-Württemberg und wechselte 1997 ebenfalls als Geschäftsführerin zum „Niedersächsischen Forschungsverbund für interdisziplinäre Forschung“.

Seit dem Jahr 2002 ist sie Geschäftsführerin des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe. Das ZKM ist eine weltweit einmalige und international agierende Kultureinrichtung, die sich sowohl in Ausstellungen als auch in Forschung, Entwicklung und Produktion den Neuen Medien widmet und dies mit der Mission, die klassischen Künste ins digitale Zeitalter fortzuschreiben. Deshalb wird es gelegentlich auch das »elektronische bzw. digitale Bauhaus« genannt – ein Ausdruck, der auf Heinrich Klotz zurückgeführt wird.

Peter H. Ganten, Vorsitzender OSB Alliance

Begrüßung: Das Prinzip Offenheit ist entscheidend dafür, dass wir innovationsfähig bleiben

Rede zur Eröffnung der Open! 2016 von Peter H. Ganten, Vorstandsvorsitzender des OSB Alliance e.V.

Peter H. Ganten
studierte Physik und Psychologie, bevor er nach der Wahrnehmung verschiedener forschender und beratender Aufgaben im Jahr 2001 die Univention GmbH ins Leben rief. Als CEO der Univention GmbH ist er für deren strategische Ausrichtung verantwortlich.

Peter Ganten war bis 2011 im Vorstand des Linux Verbandes, der sich im Jahr 2011 mit der Linux Solutions Group (LiSoG) zur Open Source Business Alliance zusammengeschlossen hat und deren Vorsitzender Peter Ganten seit 2011 ist. Die OSB Alliance ist Deutschlands größtes Netzwerk von Unternehmen und Organisationen, die Open Source Software entwickeln, darauf aufbauen oder sie anwenden.

Er beschäftigt sich seit 1994 mit dem Thema Linux und wurde als Autor eines erfolgreichen Handbuches zu Debian GNU/Linux bekannt.

Markus Feilner, SUSE Linux Products GmbH

Markus Feilner

Moderation Plenum
Moderation Panel 1 - Industrie

Markus Feilner ist ein Linux-Spezialist aus Regensburg, der seit 1994 mit dem freien Betriebssystem als Autor, Trainer, Consultant und Journalist arbeitet.

Florian Benthin, Deloitte Consulting GmbH

Blockchain in der Praxis - Fintech, Energy, Healthcare
Panel: 1 13.50 - 14:30 Uhr und
Teilnehmer der Diskussion: "Welche Potenziale und Anwendungsmöglichkeiten bieten Blockchain und Smart Contracts branchenübergreifend?"
Panel 1: 14:30 Uhr

Florian Benthin ist seit etwa 10 Jahren im Healthcare Bereich und seit ca. 15 Jahren in der IT tätig. Er begann als Projektleiter für eine große Technologie-Beratung und hat im Anschluss IT Management Aufgaben in Universitätskliniken und bei großen Pflegeheimbetreibern übernommen. Herr Benthin ist seit Anfang 2016 bei Deloitte im Bereich Technology Strategy & Architecture tätig und dort Ansprechpartner für den Healthcare Bereich. Des Weiteren ist er Teil des Management Boards der HIMSS D-A-CH Community.

Tobias Federico, Energy Brainpool GmbH & Co. KG

Blockchain in der Praxis - Fintech, Energy, Healthcare (Download)
Panel 1: 13.50 - 14:30 Uhr und

Teilnehmer der Diskussion: "Welche Potenziale und Anwendungsmöglichkeiten bieten Blockchain und Smart Contracts branchenübergreifend?"
Panel 1: 14:30 Uhr


Tobias Federico
studierte Energie- und Verfahrenstechnik an der Technischen Universität Berlin. Seine berufliche Laufbahn begann er bei internationalen Beratungs- und Analyseunternehmen. 2003 gründete Tobias Federico Energy Brainpool und ist seither als Geschäftsführer tätig. Er entwickelte eine der ersten Kurzfristprognosen für die Strompreisentwicklung an Spotmärkten. 2005 auch für langfristige und fundamentale Energiemarktmodellierung das europäische Energiemarktmodell Power2Sim. Tobias Federico ist Projektverantwortlicher im Bereich des Portfolio- und Risikomanagements, Studienleiter zu Marktdesign und -integration erneuerbarer Energien und Trainer und Redner auf internationalen Konferenzen. Er ist zudem ausgewiesener Experte zum Thema Blockchain in der Energiewirtschaft. 

Andrei Martchouk, KI Labs GmbH

Impulsvortag: Blockchain
Panel 1: 13:30 Uhr und
Teilnehmer der Diskussion: "Welche Potenziale und Anwendungsmöglichkeiten bieten Blockchain und Smart Contracts branchenübergreifend?"
Panel 1: 14:30 Uhr

Ricardo Ferrer Rivero, PEY GmbH

Blockchain in der Praxis - Fintech, Energy, Healthcare
Panel: 1 13.50 - 14:30 Uhr und
Teilnehmer der Diskussion: "Welche Potenziale und Anwendungsmöglichkeiten bieten Blockchain und Smart Contracts branchenübergreifend?"
Panel 1: 14:30 Uhr

Ricardo Ferrer Rivero wurde in Venezuela geboren. Im Alter von 9 Jahren wanderte er mit seiner Familie in die USA aus. Während seiner Schulzeit begann er sich mit Programmierung, Technologie und dem Internet zu beschäftigen. Ende 2003 ging er nach Deutschland um dort Wirtschaftsinformatik zu studieren. In den vergangenen 6 Jahren gründete er einige Unternehmen, darunter den Coworkingspace "Edelstall" (fusioniert in "Hafven"), den Cloud-Storage-Dienst "doctape" (verkauft an Atlassian), die Investmentgesellschaft "533 AG, "PEY", ein blockchain-basiertes mobiles Zahlungssystem und "VRTX Labs", ein Experimentierfeld für Echtzeit-Datenvisualisierungen in Virtual- und Augmented-Reality.

Karsten Panier, Signal-Iduna Gruppe

Plattformen im Kontext mit Digitalisierung und Open Source
Panel 1: 15:30 Uhr

Die Unternehmen Signal Iduna, msg und IBM entwickeln in einer Partnerschaft eine offene service-dominierte Plattform zur Umsetzung einer Digitalisierungsstrategie für die Versicherungswirtschaft. Auf Basis dieser Plattform werden wiederverwendbare Services und Komponenten entwickelt, die in verschiedenen Kontexten zum Einsatz kommen werden. In dem Vortrag stellen die Architekten Karsten Panier (Signal Iduna) und Sven Pecher (IBM) die Grundzüge, offenen Basisparadigmen und Ziele der Plattform vor. Ergänzend werden die Ausgestaltung des agilen Entwicklungsprozesses, der Entwicklungsumgebung und der Betriebsplattform erläutert.

Dipl.-Inform. Karsten Panier arbeitet als Lösungs-Architekt für die Signal-Iduna Gruppe in der Abteilung „Software-Architekturen und agiles Vorgehen“.
Seine Aufgabenschwerpunkte sind:
• Open Source-Produkte und –Entwicklung
• Testautomation
• Deployment Pipeline
• Service Dominierte Architektur
• Digitale Transformation

Sven Pecher, IBM Deutschland GmbH

Plattformen im Kontext mit Digitalisierung und Open Source
Panel 1: 15:30 Uhr

Die Unternehmen Signal Iduna, msg und IBM entwickeln in einer Partnerschaft eine offene service-dominierte Plattform zur Umsetzung einer Digitalisierungsstrategie für die Versicherungswirtschaft. Auf Basis dieser Plattform werden wiederverwendbare Services und Komponenten entwickelt, die in verschiedenen Kontexten zum Einsatz kommen werden.In dem Vortrag stellen die Architekten Karsten Panier (Signal Iduna) und Sven Pecher (IBM) die Grundzüge, offenen Basisparadigmen und Ziele der Plattform vor. Ergänzend werden die Ausgestaltung des agilen Entwicklungsprozesses, der Entwicklungsumgebung und der Betriebsplattform erläutert. 

Sven Pecher arbeitet seit 10 Jahren als IT-Architekt in der Beratungssparte der IBM. Er berät und begleitet Versicherungskunden in großen IT Projekten. Sein fachlicher Schwerpunkt ist die Implementierung von Kernversicherungssystemen und in den letzten Jahren verstärkt die Umsetzung von digitalen cloudbasierten Anwendungsfällen. An seiner täglichen Arbeit schätzt er die Interaktion mit heterogenen Projektteams und die Herausforderung in komplexen Anwendungslandschaften nachhaltige Veränderung zu erwirken. Auch in Großprojekten ist er ein strikter Verfechter agiler Entwicklungsmethoden.

Dr. Steffen Evers, Bosch Software Innovations GmbH

On the way to an Open IoT Cloud Platform
Panel 1: 15:55 Uhr


The Internet of things (IoT) is expected to connect billions of devices. The demand for an open IoT platform is increasing to enable and accelerate the development of cross-domain/cross-vendor use cases and face the accompanying challenges like connectivity with a wide range of heterogeneous protocols and large scale messaging. The Eclipse IoT working group has been working on IoT projects for several years and has thereby built a promising software stack now. In combination with the OSS cloud/container technology like Cloud Foundry an open IoT cloud platform is in reach. However, it will only be successful if it is widely adopted. No-one can do I(o)T alone. Come and join us!

Dr. Steffen Evers is responsible for all matters relating to open source software (OSS) such as strategy, community, and software management infrastructure at Bosch Software Innovations GmbH since 2012. The topic has been his professional focus since 2000 when he started researching on OSS development and continued by helping companies to use the FOSS approach to reach their business goals.

Frank Karlitschek, Nextcloud GmbH

Die Bedeutung von verteilten Cloud-Services für die vernetzte Mobilität und IoT (Download)
Panel 1: 16:20 Uhr


Cloud-Services sind bereits heute omnipräsent. Zukünftig wird jeder von uns hunderte vernetzte Geräte besitzen, die Daten mit der Cloud austauschen. Daher müssen sich Consumer und Unternehmen bereits heute die Fragen stellen, wo welche Daten gespeichert und verarbeitet werden, welche Abhängigkeiten bestehen werden und wie eine sichere und skalierbare Cloud Architektur aussehen kann. Dieser Vortrag möchte aufzeigen wie durch Dezentralisierung und Federation die Kontrolle über die Daten wiedererlangt werden kann. Dezentrale Cloud Systeme bieten Unternehmen und Privatpersonen Möglichkeiten zu entscheiden wo welchen Daten wie gespeichert und verarbeitet werden und wer Zugriff auf die Daten hat. Dieser Vortrag soll Denkanstöße liefern und mögliche Lösungsansätze aufzeigen.

Frank Karlitschek ist seit über 20 Jahren Open Source-Entwickler und ehemaliger KDE e.V. Vice President. Er leitet seit 20 Jahren Software Entwicklungs-Teams und arbeitete als Head of Unit und Managing Director in verschiedenen Internet Unternehmen. 2010 gründete er das ownCloud open source Projekt. 2016 initiierte er das Nextcloud Projekt sowie Nextcloud GmbH um die Idee auf das nächste Level zu heben. Frank Karlitschek sprich regelmäßig am MIT, CERN, ETH Zürich und keynoted unter anderem SCaLE, FOSDEM, LinuxCon and Latinoware.

Katrin Mathis, Digitale Konzepte mit mehr Wert

Service Design Methoden für Plattformen (Download)
Panel 1: 16:40 Uhr


Produkte alleine reichen heutzutage häufig nicht mehr aus, um am Markt zu bestehen. Produzenten heben sich über passende Dienstleistungen von ihren Wettbewerbern ab und erschließen zusätzliche Einnahmequellen. Service beschränkt sich nicht mehr nur auf Kundenservice nach dem Kauf, sondern bedeutet eine durchgehende Serviceorientierung mit den Kunden im Zentrum aller Betrachtungen. Um damit erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen verstehen, wie sie ihre Kunden unterstützen können, ihre Aufgaben besser zu erledigen.

Der Vortrag stellt Service Design Methoden vor, mit denen solche Service Systeme geplant werden können, so dass das Wertversprechen an die Kunden auch eingelöst wird.

Katrin Mathis begleitet als Experience Designerin Organisationen bei der digitalen Transformation. Sie hilft, sinnvolle Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, effiziente Prozesse dafür zu gestalten und interaktive Kommunikation zu konzipieren. Sie hat einen BSc in Online Medien von der Hochschule Furtwangen und einen MBA in Service Innovation & Design aus Finnland. Nach einigen Jahren Berufserfahrung als festangestellte Beraterin und Konzepterin in einer internationalen Kommunikationsagentur in Freiburg, ist sie seit 2012 freiberuflich insbesondere für mittelständische Unternehmen tätig.

Oliver Rack, IOX Institute

Oliver Rack

Moderation Panel 2: Wissenschaft und Forschung
Session 1: Open Access – Strategien, Geschäftsmodelle und Open Peer Review-Systeme


Oliver Rack, Medienwissenschaftler aus Mannheim, war 25 Jahre als Journalist für Print und TV tätig und ist Gründer von IOX - Institut für Innovationskultur und Digitalen Wandel sowie der darin eingegliederten Initiative Regional -Cluster Open Data Rhein-Neckar.

IOX erforscht und bietet Instrumente für Gesellschaft, Wirtschaft und öffentliche Verwaltung, die dabei helfen, den digitalen Wandel und die gesellschaftlichen Herausforderungen wissensbasiert und produktiv zu meistern.

Frank Scholze, Karlsruher Instituts für Technologie

SPARC Europe – Making Open the default
Panel 2: 13:35 Uhr


SPARC Europe ist bekannt dafür, auf europäischer Ebene für eine offene Wissenschaftskommunikation zu werben. Wie die Partnerorganisation in den USA hat sich SPARC Europe dem Ziel verschrieben, wissenschaftliche Erkenntnisse einfacher und besser zugänglich zu machen. Offenheit und Transparenz sind seit jeher Grundwerte der Forschung und der Wissenschaft, die nun im Rahmen der digitalen Transformation entsprechend umgesetzt werden müssen. SPARC Europe arbeitet daher eng mit der Europäischen Kommission, den Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Europa und anderen Open Science Organisationen (Open Science Policy Platform, EARMA, LIBER, EIFL, EuroCRIS, Science Europe, EUA, Knowledge Exchange u.a.) zusammen um Offenheit in der digitalen Wissenschaft als Grundeinstellung zu verankern. SPARC Europe stellt neben der politischen Lobbyarbeit Materialien und best practice Beispiele für eine offene Wissenschaftskommunikation bereit.

Frank Scholze ist seit Januar 2010 Direktor der Bibliothek des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Bevor er die Leitung der KIT-Bibliothek übernahm, war er als Referent im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg mit dem Aufbau elektronischer Informationsinfrastrukturen für Forschung und Lehre betraut und mehrere Jahre Leiter der Benutzungsabteilung der Universitätsbibliothek Stuttgart. Frank Scholze studierte Bibliothekswesen an der Hochschule der Medien Stuttgart, sowie Kunstgeschichte und Anglistik an der Universität Stuttgart.
Frank Scholze ist Mitglied einer Reihe von wissenschaftlichen Vorständen, Ausschüssen und Beiräten; unter anderem beim Deutschen Bibliotheksverband (dbv), bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Deutschen Gesellschaft für Klassifikation (GfKl) und bei SPARC Europe (Scholarly Publishing and Academic Resources Coalition).

Korinna Werner-Schwarz, Institut für Weltwirtschaft Kiel

Open Access und Open Peer Review: Ein Publikationsmodell aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften
Panel 2: 13:55 Uhr

Im März 2007 starteten das Institut für Weltwirtschaft (IfW) und das Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) mit der Herausgabe der wirtschaftswissenschaftlichen Zeitschrift „Economics: The Open-Access, Open-Assessment E-Journal“ (E-Journal Economics). Die Hauptmerkmale der Zeitschrift sind: 1) Sie ist als Open-Access-Zeitschrift konzipiert. 2) Sie arbeitet mit einem Open-Peer-Review-Verfahren. 3) Sie ist verlagsunabhängig. Innerhalb von 5 Jahren schaffte es die Zeitschrift mit ihrem Konzept für den Social Science Citation Index akzeptiert zu werden. Sie gehört damit zu einer der wenigen wirtschaftswissenschaftlichen Open-Access-Zeitschriften mit Impact-Faktor. In der Präsentation wird erklärt, wie die Zeitschrift organisiert und konzipiert ist. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem offenen Gutachterverfahren, das im naturwissenschaftlichen Bereich bereits seit Anfang der 2000er Jahre erfolgreich angewandt wird, aber im wirtschaftswissenschaftlichen Publikationsbereich bisher einmalig ist. Anhand von Zahlen zu Einreichungen, Veröffentlichungen, Kommentaren, aktiven Lesern etc. wird abschließend über die Erfahrungen mit dem Konzept der Zeitschrift berichtet.

Korinna Werner-Schwarz ist Diplom-Volkswirtin und absolvierte ihr Studium in Osnabrück und Köln. Seit 1990 arbeitet sie am Institut für Weltwirtschaft in Kiel. Sie trug wesentlich zur Konzipierung der wirtschaftswissenschaftlichen Zeitschrift „Economics: The Open-Access, Open-Assessment E-Journal“ bei und betreut sie seit ihrem Start im Jahr 2007 als Administrative Editor.

Jens Crueger, Digital Historiker

Offenheit an Hochschulen im digitalen Zeitalter
– Wir brauchen ein Update des akademischen Systems!
Panel 2: 14:15 Uhr


Offenheit an Hochschulen, das klingt modern und zeitgemäß. Aber Hochschulen als soziale Systeme sind auch in der heutigen Zeit wesentlich durch Tradition und Beharrungskräfte geprägt. Wer etwa ein Beispiel für die strukturkonservative Haltung weiter Teile der Professorenschaft gegenüber zeitgemäßen Reformen sucht, dem sei ein Blick auf die Diskussionen über die Abschaffung oder zumindest Modifizierung der Habilitation geraten. Der Untertitel des CfP lautet "Bahnbrechende Innovationen nur mit offenen Systemen?", und genau darin liegt bereits die zentrale Begrifflichkeit parat, ohne die es eine wirkliche Open Science im akademischen Betrieb der Hochschulen nicht wird geben können: Ein neues, "offenes System" akademischer Selbstverwaltung muss an die Stelle des bisherigen, strukturkonservativen Systems sozialer Regulierungen in den Hochschulen treten.

Jens Crueger spezialisierte sich während seines Geschichts-, Soziologie- und Philosophiestudiums an der Universität Bremen auf die Wissenschaftsgeschichte, insbesondere die Geschichte der Archäologie in Deutschland, sowie auf die Geschichte der Digitalisierung und des Digitalen Raumes. Seit 2012 forscht und berät er freiberuflich als Digital-Historiker: Er war Mitglied der Expertengruppe im CoLab „Nachhaltigkeit in der Digitalen Welt“, Erstunterzeichner des Berliner Appells zum Erhalt des digitalen Kulturerbes, beriet die Deutsche Nationalbibliothek zur Archivierung des Internets und den Deutschlandfunk zum digitalen Medienwandel im Hörfunk. Seit 2015 ist er Mitglied im Think Tank 30, dem jungen Think Tank des Club of Rome.

Petra Newrly, MFG Baden-Württemberg

Moderation Panel 2: Wissenschaft und Forschung
Session 2: Open Education – Chancen und Herausforderungen eines nachhaltigen Kulturwandels

Petra Newrly ist Leiterin des Projektteams Technologieunterstütztes Lernen / Digitale Kultur bei der MFG Innovationsagentur Medien- und Kreativwirtschaft. Dort befasst sie sich seit mehreren Jahren mit dem Thema Open Education und wie neue Lehr- und Lernformate nachhaltig in die Erwachsenenbildung integriert werden können. Hierfür entwickelt sie Blended Learning-Trainingskonzepte und bietet selbst Trainings in dem Bereich Offene und Digitale Bildung für Weiterbildungsinstitutionen an.

Sarah Holstein, Karlsruher Institut für Technologie

MOOCs als offenes Lehrformat – wie verändern Sie die Hochschullehre?
Panel 2: 15:30 Uhr

Massive Open Online Courses sind videobasierte Onlineformate, die es jedem Interessierten weltweit ermöglichen an Hochschullehre teilzunehmen und Millionen nutzen das Angebot. Wie sich Lehre verändert, wenn Sie mit 10.000 Teilnehmern durchgeführt wird statt mit 20, welche Möglichkeiten aber auch Probleme das mit sich bringt und ob die deutschen Universitäten hierfür überhaupt bereit sind, diesen Fragen nähert sich der Vortrag am Beispiel des ersten MOOC des Karlsruher Institut für Technologie.

Sarah Holstein beschäftigt sich seit 2008 mit dem Einsatz von E-Learning im Unternehmens- und Hochschulkontext. Seit 2012 ist sie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) im Zentrum für Mediales Lernen (ZML) verantwortlich für den Bereich E-Learning Services und unterstützt Dozenten von der Entwicklung bis zur Umsetzung von Lehrkonzepten mit digitalen Medien. Auf strategischer Ebene entwirft Sie Konzepte, wie digitale Medien zukünftig gewinnbringend in die Hochschullehre integriert werden können.

Prof. Dr. Okke Schlüter, Hochschule der Medien Stuttgart

DesignAgility – innovative Prototypen mit Design Thinking nicht nur für HAWs (Download)
Panel 2: 16:00 Uhr


DesignAgility ist eine Adaption des Design Thinking für die Medienbranche und für Hochschulen der Angewandten Wissenschaften. Eine Methode, die Stefanie Quade und Okke Schlüter entwickelt und in der Lehre erfolgreich umgesetzt haben. In seinem Vortrag wird Prof. Dr. Okke Schlüter, das Konzept DesignAgility vorstellen und aufzeigen, wie interaktives und kollaboratives Lernen und Lehren hiermit gefördert werden kann und wie dies nicht allein im Präsenz- sondern auch im Blended-Learning-Format erfolgreich umgesetzt werden kann. 

Prof. Dr. Okke Schlüter ist seit 2008 Professor für Medienkonvergenz im Studiengang Mediapublishing an der Hochschule der Medien in Stuttgart (HdM). Schwerpunkte in der Lehre sind neben der Medienkonvergenz Crossmediales Produktmanagement, Innovationsmanagement und digitale Geschäftsmodelle. Er studierte Theater-, Film und Fernsehwissenschaften, Slavistik und Betriebswirtschaftslehre in Mainz, Berlin und Moskau; Promotion in Slavistik. Nach Stippvisiten bei BCG und McKinsey ab 1998 Trainee der Ernst Klett AG für Führungskräftenachwuchs, von 2000 bis 2008 Führungspositionen in Unternehmen der Klett-Gruppe. Außerhalb der HdM begleitet er seit 2012 die Innovationsinitiativen protoTYPE uns CONTENTshift des Börsenvereins des deutschen Buchhandels als Experte.

Stephan Bartholmei, Deutsche Digitale Bibliothek

Stephan Bartholmei

Moderation: Panel 3: Kultur- und Kreativwirtschaft

Stephan Bartholmei ist seit 2013 in der Projektkoordination der Deutschen Digitalen Bibliothek an der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main beschäftigt. Dort ist er für Produktentwicklung und Innovation verantwortlich. Als Physiker war er zuvor in Forschung und Lehre, in der Software-Entwicklung und im Gewerblichen Rechtsschutz tätig. Bartholmei hat es sich als Mitbegründer der deutschen OpenGLAM-Arbeitsgruppe und Co-Veranstalter des ersten deutschen Kulturdaten-Hackathons „Coding da Vinci“ zur Aufgabe gemacht, die Potenziale von Open Data & Co. für Kultureinrichtungen auszuloten.

Dr. Antje Schmidt, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Das Potenzial von offenen und nachnutzbaren Kulturdaten (Download)
Panel 3: 13:30 Uhr

Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) stellt mit der MKG Sammlung Online als erstes Kunstmuseum in Deutschland die digitalen Abbildungen derjenigen Bestände, die gemeinfrei sind, für jegliche Art der Nutzung frei und zum Download bereit. Jeder kann diese teilen, kopieren, verändern oder mit anderen Inhalten kombinieren, also remixen, ohne um Erlaubnis fragen zu müssen. Aber nicht nur das. Auch die gesamten publizierten Sammlungsdaten des MKG werden zur freien Nachnutzung zur Verfügung gestellt. Am Beispiel des MKG und im internationalen Vergleich wird erörtert, welche Potenziale sich durch offene digitale Sammlungen für die Produktion neuer kreativer Inhalte und neuem Wissen ergeben.

Dr. Antje Schmidt ist Kunsthistorikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums für Kunst und Gewerbe in Hamburg. Dort ist sie seit 2012 Leiterin der Digitalen Inventarisierung und hat die MKG Sammlung Online als Teil der digitalen Strategie des Hauses umgesetzt. Zuvor war sie als Kuratorin an verschiedenen Ausstellungsprojekten der Hamburger Museen beteiligt und seit 2007 im Projekt digitale Inventarisierung der Kulturbehörde Hamburg für die Stiftung Historische Museen Hamburg tätig. Sie hat in Göttingen, Rom und Hamburg Kunstgeschichte und Geschichte studiert und über die Architektur und Inszenierung von Museen um 1900 promoviert. Sie ist Gründungsmitglied der AG Museum im Verbund Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V. und als Advisory Board Member der Europeana Art History Collections möchte sie den offenen Zugang zu digitalisiertem Kulturerbe vorantreiben.  

Carmen Simon, Historisches Museum Basel

Gamification im Museum (Download)
Panel 3: 14:00 Uhr


Während das Angebot rund um Unterhaltung und Freizeit steigt, beeinflussen digitale Medien das Rezeptionsverhalten der heutigen Gesellschaft. Das Museum als analoger Raum wird zunehmend in Frage gestellt. Das Historische Museum Basel hat sich dieser Problematik angenommen und entwickelte im Mai 2015 eine digitale Strategie. Durch neue Publika und alternativen Formen der Vermittlung, soll dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung getragen werden. Anhand zweier Gamification-Projekte (Serious Game „Basel 1610“ und interaktiver Trail „Museum Hunt“), werden die Ziele und Motive der digitalen Museumspraxis erläutert und diskutiert.

Carmen Simon ist Museumswissenschaftlerin und Historikerin. Sie ist seit 2015 im Historischen Museum Basel als Projektleiterin eCulture und Ausstellungskuratorin tätig. Zuvor war sie im Museum für Kommunikation in Bern und im Jüdischen Museum der Schweiz in Basel beschäftigt. 

Daniele Turini, Historisches Museum Basel

Gamification im Museum
Panel 3: 14:00 Uhr


Während das Angebot rund um Unterhaltung und Freizeit steigt, beeinflussen digitale Medien das Rezeptionsverhalten der heutigen Gesellschaft. Das Museum als analoger Raum wird zunehmend in Frage gestellt. Das Historische Museum Basel hat sich dieser Problematik angenommen und entwickelte im Mai 2015 eine digitale Strategie. Durch neue Publika und alternativen Formen der Vermittlung, soll dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung getragen werden. Anhand zweier Gamification-Projekte (Serious Game „Basel 1610“ und interaktiver Trail „Museum Hunt“), werden die Ziele und Motive der digitalen Museumspraxis erläutert und diskutiert.

Daniele Turini, Betriebsökonom und E-Business Manager, war vor seinem Studium bei der IKEA Holding AG tätig. Seit 2013 ist er am Historischen Museum Basel angestellt, heute als Leiter Marketing & Kommunikation a.i. sowie Head of eCulture. Seit Mai 2016 innerhalb des MUSEON-Studiengangs der Albert-Ludwig Universität Freiburg Lehrbeauftragter des Teilmoduls „eCulture – Partizipative Medien im Museum“.

Dr. phil. Caroline Gritschke, Haus der Geschichte Baden-Württemberg

„Dieb der Geschichte“ – ein transmediales Serious Game im Haus der Geschichte Baden-Württemberg (Download)
Panel 3: 14:30 Uhr


Welchen Beitrag kann ein Serious Game zur Wissensvermittlung im Museum leisten? Der transmediale Spiel „Dieb der Geschichte“ bietet einen interaktiven Zugang zum Museum für Kinder im Grundschulalter. In einer durchgehenden Rahmennarration lernen die Kinder die Dauerausstellung des Hauses und die kuratorische Arbeit im Museum kennen. Mit Hilfe von Navigations-Icons verbinden sich Computerspielebenen, Untersuchung der Museumsobjekte und emotionale Kommentare. Alle Ebenen des Spiels wurden gemeinsam mit Kindern im Rahmen des partizipativen Designs entwickelt und getestet.

Dr. phil. Caroline Gritschke studierte Geschichte und Germanistik in Göttingen und Tübingen. Promotion in Geschichte an der Universität Kassel. Als Historikerin Konzeption und Durchführung von partizipatorischen Ausstellungsprojekten zur Migrationsgeschichte; Lehrauftrag Migration und Gender an der Hochschule Esslingen; seit 2008 Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Bildung und Vermittlung am Haus der Geschichte Baden-Württemberg.

Timo Strohmaier, Kastanie Eins

„Dieb der Geschichte“ – ein transmediales Serious Game im Haus der Geschichte Baden-Württemberg
Panel 3: 14:30 Uhr



Welchen Beitrag kann ein Serious Game zur Wissensvermittlung im Museum leisten? Der transmediale Spiel „Dieb der Geschichte“ bietet einen interaktiven Zugang zum Museum für Kinder im Grundschulalter. In einer durchgehenden Rahmennarration lernen die Kinder die Dauerausstellung des Hauses und die kuratorische Arbeit im Museum kennen. Mit Hilfe von Navigations-Icons verbinden sich Computerspielebenen, Untersuchung der Museumsobjekte und emotionale Kommentare. Alle Ebenen des Spiels wurden gemeinsam mit Kindern im Rahmen des partizipativen Designs entwickelt und getestet.

Timo Strohmaier
arbeitet seit seinem Masterstudium in seiner eigenen Firma Kastanie Eins. Den Schwerpunkt seiner Arbeit liegt im Bereich der Lernmedien und Angeboten für Kinder und Jugendliche. Gleichzeitig ist er als Dozent an der Hochschule der Medien im Bereich Medienpädagogik und Serious Game Production tätig.

Nele Hirsch, eBildungslabor

E-Learning 2.0 mit offenen Kulturdaten (Download)
Panel 3: 15:30 Uhr


Wie kann offene Wissensvermittlung im Kulturbereich gestaltet werden? Offene Kulturdaten sind freie Bildungsmaterialien (OER). Sie bieten Lehrenden und Lernenden ein großes Potential, um kulturellen Reichtum nicht mehr nur zu archivieren und zu präsentieren, sondern auch als Arbeitsmaterial zu verwenden. Auf diese Weise lassen sich neue kulturelle Güter schaffen und – mithilfe des kulturellen Reichtums der Menschheitsgeschichte – gemeinsam Lösungen finden für aktuelle Herausforderungen unserer heutigen Gesellschaft. Hierzu müssen offene Kulturdaten noch viel mehr als bisher ihren Weg in den Bildungsbereich finden. Wichtig sind hierfür Menschen, die mithilfe entsprechender didaktischer Kompetenzen offene Kulturdaten bereits als ‚Rohmaterialien‘ aufgreifen und auf diese Weise erfolgreiche Lernprozesse anstoßen und begleiten.

Nele Hirsch (geb. 1980) ist Bildungswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt eEducation und langjährige Aktivistin für Offenheit - insbesondere im Bildungsbereich. Als ehemalige Bundestagsabgeordnete hat sie sich vor einigen Jahren mit dem eBildungslabor selbstständig gemacht – eine Initiative, mit der sie seitdem NGO‘s und andere Institutionen und Organisationen im Bereich E-Learning berät sowie bei der praktischen Umsetzung unterstützt. Nele Hirsch engagiert sich in der Bewegung für Open Educational Resources (OER) – zuletzt u.a. im Rahmen des BMBF-Projekts Mapping OER oder am Runden Tisch OER für Berlin.

Inka Drögemüller, Städel Museum Frankfurt

© Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2015 Foto: Gaby Gerster

Kunstgeschichte Online – der Städel Kurs zur Moderne
Panel 3 16:00 Uhr


2015 haben wir das 200jährige Bestehen der Städelschen Museumsstiftung zum Anlass genommen, unser vielfältiges Vermittlungsangebot neu zu definieren und unseren Bildungsauftrag in den digitalen Raum zu erweitern. Denn, um den unterschiedlichen Interessen und fachlichem Vorwissen der Besucher zu begegnen, müssen wir als Museum ein entsprechend diversifiziertes Spektrum an Präsentations- und Weiterbildungsangeboten bereitstellen. Das jüngste digitale Projekt des Städel Museums, der im März 2016 gelaunchte „Onlinekurs zur Kunst der Moderne“, ermöglicht einem bildungsinteressierten Publikum, sich zeitlich flexibel und räumlich unabhängig vom Museumsbesuch weiterzubilden. Auf diese Art und Weise eröffnen wir einen neuen, alternativen Zugang zu Kunst und Kultur und können eine tragende Rolle in der kulturellen Bildung und Vermittlung spielen, anstatt diesen Bereich nur kommerziellen Anbietern zu überlassen.

Inka Drögemüller
arbeitete nach ihrem Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste in Berlin als Kunsthändlerin und – beraterin in Berlin und New York. 2001 folgte sie Max Hollein nach Frankfurt an die Schirn Kunsthalle und übernahm den Aufbau der Bereiche Marketing und Sponsoring. Seit 2006 ist Inka Drögemüller zusätzlich für internationale Ausstellungskooperationen mit Museen, im Städel Museum, der Schirn Kunsthalle und der Liebieghaus Skulpturensammlung zuständig, seit Oktober 2016 außerdem stellvertretende Direktorin der Schirn Kunsthalle. Darüber hinaus koordiniert sie zahlreiche Content Kooperationen mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Rahmen der Digitalen Erweiterung, wie beispielsweise die Städel Digitale Sammlung oder den Onlinekurs zur Kunst der Moderne mit der Leuphana Universität Lüneburg

Katharina Große, Open Government Institut

Katharina Große

Moderation Panel 4: Öffentliche Verwaltung
Session 1: Aufbau einer Open Data-Kultur

Katharina Große ist akademische Mitarbeiterin am The Open Government Institut (TOGI) an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen. Dort erforscht sie die Zusammenarbeit von Staat und Zivilgesellschaft in der Demokratie der Zukunft. Aktuell arbeitet sie daran, Online-Part izipation so zu gestalten, dass diese für unterschiedliche Nutzer-Typen attrak tiver wird, um so eine breitere, diversere Beteiligung zu ermöglichen. 

Prof. Jörn von Lucke, Zeppelin-Universität Friedrichshafen

Prof. Jörn von Lucke

Aufbau einer Open Data-Kultur (Download)
Panel 4: 13:30 Uhr


Vertreter aus Bundes- und Landesverwaltungen sowie der Wissenschaft tauschen sich im Rahmen der OGD DACHLI-Zusammenarbeit zu aktuellen Themen rund um offene Verwaltungsdaten aus. Sie beschäftigen sich seit Sommer 2014 mit der Frage, wie sie einen gemeinsamen Ansatz für den Auf- und Ausbau einer Open Data-Kultur am besten verfolgen könnten. In zwei Workshops wur¬den Elemente und Vorschläge für einen strategischen Open Data-Kulturansatz, für geeignete in¬terne Maßnahmen und für außenwirksame Maßnahmen zusammengetragen und bewertet. Der Vortrag stellt die entstandenen Vorschläge vor. Hierzu zählen unter anderem die An¬sprache relevanter interner Zielgruppen, ein fachlicher Austausch, interne Weiterbildungs¬maßnahmen, überzeugende Argumente, verlässliche Garantien, offene und transparente Kommu¬nikation, eine Sensibilisierung von Politik und Medien, Aus- und Weiterbildungsangebote, eine aufgaben¬adäquate Ausstattung mit finanziellen und personellen Ressourcen, Forschungs- und Förder¬programme, Standardisierung, eine Geschäftsfeldentwicklung um offene Daten sowie die Durch¬führung von Veranstaltungen und Wettbewerben.

Prof. Dr. Jörn von Lucke hat den Lehrstuhl für Verwaltungs- und Wirtschaftsinformatik am The Open Government Institute (TOGI) an der Zeppelin-Universität Friedrichshafen inne. Als Gründungsdirektor leitete er an der ZU von 2009 bis 2013 das Deutsche Telekom Institute for Connected Cities (TICC). Zugleich war er im Smart City Projekt T-City Friedrichshafen aktiv. Neben der Professur in Friedrichshafen ist Prof. von Lucke seit 2007 als Senior Researcher am Fraunhofer-Institut für offene Kommunikationssysteme (FOKUS) in Berlin tätig. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte liegen in E-Government, Web 2.0, Open Government (offenes Regierungs- und Verwaltungshandeln), offenen Daten, offenen Haushaltsdaten, Open Budget 2.0, Open Government Collaboration, offener gesellschaftlicher Innovation und Smart Government (Internet der Dinge im öffentlichen Sektor, Verwaltung 4.0).

Dr. Pencho Kuzev, Konrad-Adenauer-Stiftung

Impulsvortrag: Offene Daten: Ein Versprechen auf gesellschaftlichen Mehrwert
Panel 4: 13:45 Uhr

Open Data schafft nicht nur Transparenz, sondern einen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Mehrwert, der revolutionären Charakter in sich birgt. Neben dem belegbaren Mehrwert gibt es einen nicht-quantifizierbaren Nutzen für die Zivilgesellschaft, die Wirtschaft und die öffentliche Hand. Wie bei vielen Innovationen kann man auch im Fall der offenen Daten zukünftigen Nutzen oder Nutzergruppen häufig nicht erfassen. Die Bereitstellung von immer mehr wichtigen Daten (z. B Kriminalstatistiken, Inspektions-, Bildungsdaten) wird indirekt zu einem Verlust des Interpretationsmonopols von Behörden führen. Damit müssen wir als Gesellschaft pragmatisch umgehen und den Mehrwert in den Vordergrund stellen. Mit der Öffnung der Daten werden sich neue Formen von Partizipation entwickeln, die das Verhältnis von Staat, Zivilgesellschaft und Wirtschaft verändern werden.

Dr. Pencho Kuzev
ist seit August 2015 als Koordinator für den Themenbereich „Open Data“ in der Hauptabteilung Politik und Beratung der Konrad-Adenauer-Stiftung tätig. Er ist promovierter Jurist im Bereich Kartell- und Regulierungsrecht. Wichtige berufliche Erfahrungen sammelte er bei der Deutschen Telekom AG in Bonn sowie in den Kanzleien TaylorWessing LLP und Wagner Legal in Hamburg. Zeitweise war er zudem bei Consilio in Frankfurt mit der Sicherung und Auswertung von Daten im Rahmen nationaler und internationaler Gerichtsverfahren befasst.

Ivan Aćimović, Stadt Freiburg - Stabsstelle Open Government

Aktueller Stand und Open Data Projekte bei Bund, Land und Kommunen (Download)

und
Teilnehmer der Diskussion: „Wie kann eine Open Data-Kultur gefördert und bundesweit verankert werden?“
Panel 4: 14:00 Uhr


Einige Dienste und Angebote der Stadt Freiburg wie ihr Informationssystem „FR.ITZ“ (fritz.freiburg.de), das Geodaten-Portal „FreiGIS“ (stadtplan.freiburg.de), das Ratsinformationssystem (ris.freiburg.de) oder ihr Internetauftritt stellen schon heute Daten und Informationen bereit. Insgesamt besteht aber noch erheblicher Informations- und Handlungsbedarf, damit wir nicht nur auf etwaige Anfragen von Bürgern, Zivilgesellschaft oder Wirtschaft vorbereitet sind, sondern auch proaktiv agieren können. Der Referent beschreibt die Chancen und den möglichen Nutzen von Open Government Data, bringt Beispiele auch aus anderen Städten, beleuchtet die Herausforderungen in der Umsetzung von Open Government und geht auf die längerfristigen Veränderungen in der Verwaltungskultur ein.

Ivan Aćimović leitet seit 2014 die Stabsstelle Open Government bei der Stadt Freiburg. Seine Tätigkeit beinhaltet strategischen Erarbeitung und Implementierung der Einsatzpotenziale innovativer Technologien im Bereich offenen Regierungs- und Verwaltungshandelns. Dazu gehört die Standardisierung und Verzahnung von Planungsprozessen besonders mit den Themenschwerpunkten Transparenz, Partizipation und Kooperation für und zwischen öffentlichen Stellen und der Bürgerschaft. Mit seinen Mitstreiter*innen verwirklicht er das bei den Freiburger Hackathon Veranstaltungen. Dadurch wird einen Raum für Innovationen geschaffen und einen proaktiven Beitrag zu den digitalen Entwicklungen und zur digitalen Gesellschaft geleistet. Auf Landesebene ist er Vorsitzender der interdisziplinären AG „Open Government“ des Städtetags BW und auf Bundesebene im Vorstand als Beirat für „Digitale Services“ der Kommune 2.0 engagiert tätig.

Stephan Jaud, Minist. für Inneres, Digitalisierung u. Migration Ba-Wü

Stephan Jaud

Aktueller Stand und Open Data Projekte bei Bund, Land und Kommunen und Teilnehmer der Diskussion: „Wie kann eine Open Data-Kultur gefördert und bundesweit verankert werden?“
Panel 4: 14:00 Uhr

Stephan Jaud
, Leitender Ministerialrat, Diplom-Vermessungsingenieur, stellvertretender Leiter der Abteilung IT, E-Government, Verwaltungsmodernisierung und Leiter des Referats E-Government, Open Government, Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg

Christian Horn, Geschäfts- u. Koordinierungsstelle GovData Hamburg

Aktueller Stand und Open Data Projekte bei Bund, Land und Kommunen GovData heute und was kommt in 2017?

Teilnehmer der Diskussion: „Wie kann eine Open Data-Kultur gefördert und bundesweit verankert werden?“
Panel 4: 14:00 Uhr

Deutschland hat seit dem Relaunch von GovData Anfang des Jahres ein neues Open Data Portal. Das Portal ist technisch auf einem guten Niveau und wird auch von den Nutzern gut angenommen. Als aktuelle Herausforderung arbeitet GovData an einem neuen Metadatenstandard für die offenen Verwaltungsdaten in Deutschland. Das neue Metadatenmodell wird ab dem kommenden Jahr in GovData und den meisten anderen deutschen Open Data Portalen implementiert werden. Ein weiterer Schwerpunkt wird im kommenden Jahr die stärkere Verbreitung von Open Data gerade auch im kommunalen Bereich.

Christian Horn, Leiter der Geschäfts- und Koordinierungsstelle GovData arbeitet seit 1992 bei der Finanzbehörde Hamburg. Seit 2006 bewegt er sich im Bereich der Verwaltungsmodernisierung und hat dort an unterschiedlichen Projekten mitgearbeitet. Seit dem Herbst 2010 beschäftigt sich Christian Horn mit dem Thema Transparenz und Open Data und ist federführend verantwortlich für den Aufbau und Betrieb des OpenData-Portals Hamburg. Seit 1.1.2015 leitet Christian Horn die Geschäfts- und Koordinierungsstelle GovData, dem Datenportal für Deutschland.

Ulrich Winchenbach, MFG Baden-Württemberg

Moderation Panel 4: Öffentliche Verwaltung
Session 2: Digitales Engagement für und mit offenen Daten


Ulrich Winchenbach, Leiter Projektteam Weiterbildung/Events, Netzwerk Kreativwirtschaft
MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH, Stuttgart

Fiona Krakenbürger, Open Knowledge Foundation Deutschland

Code for Germany - digitales Engagement mit offenen Daten
Panel 4: 15:30 Uhr

Offene Daten bergen viele Möglichkeiten für Politik, Verwaltung, aber auch für die Zivilgesellschaft. In zahlreichen Städten haben sich deswegen ehrenamtliche Entwicklerinnen, Designer und Open-Data-Enthusiasten in Open Knowledge Labs zusammengefunden um zu zeigen, wie Offene Daten der Gesellschaft nützen können - einige dieser Projekte und die Community möchte ich in diesem Input vorstellen. Die experimentierfreudige Community und ihre Projekte sind ein wichtiger Stützpfeiler für Innovation in Sachen Transparenz und Offene Daten. Wie können Entscheidungsträger, Politikerinnen und die Verwaltung enger mit dieser Gemeinschaft zusammenarbeiten?

Fiona Krakenbürger ist Community Organizerin der Open Knowledge Foundation und betreut die Open Knowledge Labs im Programm Code for Germany. Sie studiert Techniksoziologie in Berlin und engagiert sich für die digitale Alphabetisierung der Gesellschaft.

Dr. Roland Goetzke, Bundesministerium f. Verkehr u. digitale Infrastruktur

„Der mFUND – Offene Daten für die Mobilität 4.0“ (Download)
Panel 4: 15:45 Uhr


Im Rahmen der Forschungsinitiative mFUND fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) seit Mitte 2016 Forschungs- und Entwicklungsprojekte rund um digitale datenbasierte Anwendungen. Gefördert werden Projekte, die einen Bezug zu Themen des BMVI haben, also aus den Bereichen Mobilität, Verkehr, Digitale Infrastrukturen, Wetter & Klima, usw. Damit ist der mFUND eine Investition in die Mobilität 4.0. Im mFUND werden Projekte von der ersten Projektidee bis zur Entwicklung konkreter Anwendungen oder Prototypen begleitet.

Dr. Roland Goetzke ist Geograph und beschäftigt sich seit 2015 als Referent im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit der offenen Bereitstellung von Verwaltungsdaten. Angefangen mit der Einführung einer Geoinformationsstrategie für das Verkehrs-Ressort, in der gemeinsame Regeln für den Umgang mit digitalen Geodaten verabredet wurden, widmet er sich nun u.a. dem Aufbau eines Open Data Portals (mCLOUD) zur Unterstützung der Forschungsinitiative mFUND. Zuvor war Roland Goetzke als Wissenschaftler beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) an der Entwicklung von Szenarien zukünftiger Siedlungsflächenentwicklung beteiligt und hat an der Universität Bonn am Aufbau von E-Learning-Plattformen für den Bereich der Erdbeobachtung mitgewirkt.

Stefan Kaufmann, OK Lab Ulm

Projekte, Aktivitäten und Initiativen für und mit Open Data
- „Verschwörhaus“

Panel 4: 16:00 Uhr

Auf der ganzen Welt engagieren sich Freiwillige ehrenamtlich für Freies Wissen, Offene Daten, Freie Software und MINT-Nachwuchsförderung. In Deutschland haben sich vielerorts Maker- und Hackspaces gegründet, um solchen Aktivitäten ein Zuhause geben zu können – in der Regel als gemeinnützige Vereine, und von privaten Beiträgen und Spenden getragen. In Ulm wird derzeit mit einem anderen Ansatz experimentiert. Im „Verschwörhaus“ wollen Stadt, Zivilgesellschaft, lokale Unternehmen sowie Bildung und Wissenschaft *gemeinsam* ein Haus tragen, in dem Raum für möglichst viele solcher Aktivitäten geboten wird. Vom 3D-Druck-Workshop bis zum Wikipedia-Kurs, vom Vortrag über Frag-den-Staat bis zum Lötabend für Kinder.

Stefan Kaufmann leitet das Projekt und erzählt, wie es dazu kam. Stefan Kaufmann ist Mitbegründer der Ulmer datalove-Gruppe, einer der ältesten noch aktiven Open-Data-Arbeitsgruppen in Deutschland. Seine Diplomarbeit hat er 2014 über Open Data im deutschen ÖPNV geschrieben, danach war er unter anderem für die Deutsche Bahn AG beratend bei der Öffnung ihrer Daten tätig. Im Juni 2016 wurde er von der Stadt Ulm beauftragt, in einem "Haus des Freien Wissens" die verschiedenen regionalen Aktivitäten rund um Open Data, Open Government, Freies Wissen und Freie Software zu bündeln und gezielt an der Weiterentwicklung der Zukunftsstadt Ulm zu arbeiten.

Dr. Dieter Klumpp, instkomm

Projekte, Aktivitäten und Initiativen für und mit Open Data
- Digitalisierte urbane Mobilität: Datengelenkter Verkehr zwischen Erwartung und Realität
Panel 4: 16:00 Uhr

Mobilität ist seit Anbeginn der Informatisierung ein zentrales Themenfeld, in dem die hohen Erwartungen an den „unaufhaltsamen technologischen“ Fortschritt hart auf die feststellbare Wirklichkeit stoßen. Über gesellschaftliche Grundfragen bis hin zu innovativen Lösungen reichen die publizistischen Beiträge von Dieter Klumpp. Seine aktuelle DIVSI-Studie (www.divsi.de) „Digitalisierte urbane Mobilität: Datengelenkter Verkehr zwischen Erwartung und Realität“ zeigt die besonderen Schwierigkeiten, denen diese hinsichtlich sicherer infrastruktureller Anforderungen, erforderlicher Ressourcenschonung und verbraucherbezogenen Erwartungen unterliegt. Trotz Datenüberfluss (Open Big Data), sind wir weit entfernt von einer „intelligenten Verkehrssteuerung“. Obwohl die Ziele über Jahrzehnte unverändert geblieben sind, fehlt es überall an standortbezogener und weltoffener Zusammenarbeit von konkurrierenden Wirtschaftsunternehmen, projektbezogener Wissenschaft, starrer Politikebenen und lebendiger Gesellschaft, um eine zeitnahe praktische Umsetzung der zum Schlagwort geratenen „Digitalisierung“ zu erreichen.

Dr. Dieter Klumpp ist als Wissenschaftspublizist und Wissenschaftsmanager seit vier Jahrzehnten im interdisziplinären Themenbereich ‚Informationsgesellschaft‘ umfassend tätig. Seit 1999 Lehraufträge an Universitäten (Kommunikationswissenschaft, Philosophie, Informatik, Soziologie), seit 2012 Dozent am Institut für Sozialwissenschaften der Universität Stuttgart. Zusammen mit Partnern wirkt er im unabhängigen Institut für Kommunikationsforschung e.V. (www.instkomm.de ), dessen Bibliothek zur ‚Informatisierung‘ in Deutschland auch ein Archiv zur ‚Mobilitätstelematik‘ enthält.

Jan Lutz, OK Lab Stuttgart

Projekte, Aktivitäten und Initiativen für und mit Open Data
-
luftdaten.info

Panel 4: 16:00 Uhr

Feinstaubalarm! In der Hauptstadt des Staus werden regelmäßig die Grenzwerte überschritten. Welche Auswirkungen hat das hohe Verkehrsaufkommen in Stuttgart auf unsere Luft? Wie hoch ist die Belastung durch Feinstaub und Stickoxide in Wohngebieten auch abseits des berüchtigten Neckartores? Wie kann die Luftqualität in Stuttgart gemessen und visualisiert werden? Das OK Lab Stuttgart widmet sich mit dem Citizen Science Projekt luftdaten.info der Feinstaubmessung. 300 Paten installieren selbst gebaute Messgeräte an der Außenwand ihres Hauses. Aus den übermittelten Daten generiert luftdaten.info eine sich ständig aktualisierende Karte für die gesamte Region. So wird Feinstaub sichtbar.

Jan Lutz gründete 2007 das Büro für Gestalten in Stuttgart. Als Kommunikationsbüro gestartet, waren Außendarstellungen für Unternehmen mit ökologischen Anspruch und Kampagnen für ökosoziale Organisationen die Schwerpunkte. Heute ist das Entwickeln von Ideen und Strategien, sowie die Beratung für nachhaltige Mobilität das größte Geschäftsfeld des Stuttgarter Büros. Jan Lutz arbeitet als sozialer Innovator im „Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur“. Seit 2015 ist er Lab Lead des Open Knowledge Labs Stuttgart, einer Gruppe, die sich zum Ziel gesetzt hat kommunale Daten öffentlich zu machen. Die Idee von „Open Data“ liegt auch dem Feinstaub-Messprojekt luftdaten.info zugrunde. Das Citizen Science Projekt wird seit zwei Jahren von einem Team des OK Lab Stuttgart und weiteren Grassroot-Initiativen umgesetzt.

Frank Riedel, OK Lab Stuttgart

Projekte, Aktivitäten und Initiativen für und mit Open Data
- OK Lab Stuttgart Projekt Feinstaub

Panel 4: 16:00 Uhr

Das OK Lab Stuttgart ist Teil des Programms Code for Germany der Open Knowledge Foundation Germany. Ziel des Programms ist es, Entwicklungen im Bereich Transparenz, Open Data und Citizen Science zu fördern.  Die regionale Gruppe in Stuttgart hat sich zur Aufgabe gemacht, das Thema Feinstaub mit offenen Daten zu beleuchten. Wir haben ein Messgerät entwickelt, gebaut, und wollen die Bevölkerung zum Mitmachen animieren. Jeder kann mitmachen, jeder kann das Messgerät selber bauen. Unsere Anleitung ist öffentlich und wir unterstützen bei regelmäßigen Treffen jeden Interessierten.

Frank Riedel
Als gelernter Elektriker habe mich schon immer wieder mit basteln, reparieren und programmieren beschäftigt. Seit 3 Jahren habe ich das Format Barcamp für mich als Wissensaustausch in Augenhöhe entdeckt und bin immer wieder in verschiedenen Städte unterwegs, um neue Dinge zu sehen und darüber zu reden. So bin ich letztes Jahr beim Barcamp Heilbronn auf das Projekt Feinstaub Sensor für kleines Geld entdeckt und ich war sofort interessiert. Von da an habe ich mich regelmäßig mit den anderen Mitgliedern des OK Lab ausgetauscht, die Teile bestellt, gebastelt, gelötet und programmiert. Wir diskutieren über neue Ideen und Möglichkeiten und finden die Lösung in der Gruppe.  Seit diesem Jahr mach ich die Vorträge für das Projekt und habe schon die Mitbürger in Metzingen, Reutlingen und Stuttgart informiert und zum Mitmachen animiert. Immer wieder werde ich angesprochen und gefragt. Seit dem Beitrag in der Reportage ZDF zoom wird es immer mehr und bekannter.  Wir sind noch nicht am Ziel und machen weiter.

Arne Semsrott, Open Knowledge Foundation Deutschland

Projekte, Aktivitäten und Initiativen für und mit Open Data
- "IFG - mit freundlichen Grüßen" - Informationsfreiheit in Deutschland
Panel 4: 16:00 Uhr


Seit 2006 gibt es auf Bundesebene das Informationsfreiheitsgesetz (IFG), seit 2016 endlich auch in Baden-Württemberg. Es soll Bürgerinnen und Bürgern, Journalisten, mittelständischen Unternehmen und der Zivilgesellschaft ermöglichen, unkompliziert Daten aus der Verwaltung zu befreien und zu nutzen. Das baden-württembergische IFG wurde bei seiner Einführung stark kritisiert - es sei zu ungenau und mache zu viele Ausnahmen. Wie hat sich das Gesetz inzwischen bewährt? Und wie stehen die Bemühungen des Landes um Transparenz im Verhältnis zu Open-Data- und Transparenz-Initiativen in anderen Bundeländern, im Bund und auf EU-Ebene? Mithilfe von Daten der Plattform für Informationsfreiheit FragDenStaat.de zeige ich, wie das IFG bisher genutzt wurde, welche Erfolge es hervorgebracht hat und wo es weiterhin Probleme bei der Umsetzung von staatlicher Transparenz gibt.

Arne Semsrott ist Politikwissenschaftler und Projektleiter bei der Open Knowledge Foundation Deutschland. Dort betreut er "FragDenStaat", das Portal zur Informationsfreiheit. Außerdem leitet er die AG Wissenschaft und das Projekt "Hochschulwatch" bei Transparency International Deutschland und sitzt im Beirat des Whistleblower-Netzwerk.