Panel 1: KI & Arbeit

Künstliche Intelligenz und die Zukunft der Arbeit – Utopie oder Dystopie?

Industrie 4.0, Digitalisierung, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen sind Schlagworte für aktuelle Entwicklungen in der IT mit Auswirkungen auf unser Alltags- und Gesellschaftsleben in allen Facetten. Vergleichbar haben wir es nur bei der Einführung des Buchdrucks, der Industrialisierung und bei der Entschlüsselung des menschlichen Genoms erlebt.

Diese Technologien haben die Eigenschaft der Disruption, des Potenzials zur radikalen Veränderung oder gar kompletten Vernichtung bestimmter Produktbranchen, Arbeitswelten und Wirtschaftszweige.

Andererseits bieten sie Chancen auf eine immense Steigerung der Arbeitsproduktivität. Sie können ressourcenbindende Vorgänge erleichtern oder Entscheidungen vereinfachen, indem sie maschinell erlernte – für den Menschen zu komplexe – Muster berücksichtigen. Damit einher gehen aber auch Risiken, wie zum Beispiel nicht kontrollierbare Entwicklungen, völlig neue rechtliche Fragestellungen sowie gesellschaftliche Konsequenzen für Partizipation, Umverteilung oder Sicherheit.

Die potenziellen Chancen, aber auch die objektiven Risiken dieser technologischen Quantensprünge sind zu erkennen und zu bewerten. Ihnen ist zu begegnen, auch in Anbetracht von menschlichen Ängsten vor Veränderung und Ausgrenzung. Dabei sind auch Lehren aus den historischen Erfahrungen im technischen und ethischen Zusammenhang zu ziehen. Offenheit ist hier ein wesentlicher Faktor bei der Entwicklung und Anwendung von künstlicher Intelligenz in unserer Arbeitswelt und Gesellschaft.